Oktober 2010
Dass ich eine Leseratte bin seit ich lesen kann ist nichts Neues. Das allererste Buch, das man mir geschenkt hat, als ich knapp sieben Jahre alt war, habe ich immer noch.
Ich bin über ein Zitat gestolpert aus „The Bridge across forever“ von Richard Bach. Dieses Buch habe ich (so stehts drin) am 4.6.1996 auf dem New York-Airport gekauft.
“There are no mistakes. The events we bring upon ourselves, no matter how unpleasant, are necessary in order to learn what we need to learn; whatever steps we take, they're necessary to reach the place we've chosen to go.”
Also: Es gibt keinen Irrtum. Alle Ereignisse, die wir herbeiführen, sind notwendig - so unangenehm sie auch sein mögen. Wir brauchen sie, um zu lernen, was wir lernen müssen. Keiner unserer Schritte ist überflüssig; jeder bringt uns den Zielen näher, die wir uns ausgesucht haben.
Und das ist genau die gleiche Aussage, wie sie gestern bei einem Seminar im Ridaya gemacht worden ist: Das Leben ist eine Spirale. Man kommt nicht mehr an die gleiche Stelle zurück. Diese Spirale ist besetzt mit vielen „Pickeln“, das sind sozusagen die Punkte, die uns hemmen, die uns lernen lassen (sollen). Und wenn wir uns weigern, an diesen Punkten zu lernen, dann kommen die eben wieder, beim nächsten Mal ein bisschen verstärkt.
(Erst ist es Bluthochdruck, dann vielleicht Burn out, dann womöglich ein kleiner Infarkt, dann der nächste…..)
Sicher ist eines: wir werden niemals ankommen. Es gibt kein Ziel! Aber wir können unser Leben verbessern, bereichern, glücklicher leben mit uns und damit auch mit unserer Umgebung. Aber in erster Linie mit uns selbst. Denn mit wem sollte ich glücklich sein können, wenn ich es nicht mit mir bin?
Bücher von Richard Bach habe ich damals verschlungen, und warum sie mir jetzt wieder in die Hände fallen…? Wahrscheinlich, weil es Zeit dafür ist.
Alles, was geschieht, sei es momentan als „gut“ oder „schlecht“ bewertet, ist not-wendig. Geschieht JETZT, um irgend eine (persönliche) Not zu wenden. Man muss nur die Worte einmal genau ansehen. Ob es sich wie hier um „not-wendig“ handelt oder um andere, die wir ohne nachzudenken benutzen. Manchmal ist es wirklich heilsam, genauer hinzusehen. Oder hinzuhören.
Unsere Hauptaufgabe besteht darin, im Leben einen höheren Sinn zu finden. Wir haben die Freiheit, das zu sein, was wir wirklich sind. Das, was hinter unserer Fassade verborgen ist. Oder verborgen gehalten wird.
Aus dem Buch: „…better wait for a soulmate who never comes than to make that dull compromise…….a soulmate is someone who has locks that fit our keys, and keys to fit our locks. When we feel safe enough to open the locks, our truest selves step out and we can be completely and honestly who we are; we can be loved for who we are and not for who we are pretending to be….”
Wenn wir uns trauen, selbst hinter die Fassade zu gucken, oder aber diese tatsächlich fallen zu lassen, DANN sind vielleicht manche Menschen erstaunt. Oder erschreckt. Oder enttäuscht. Aber WIR leben unser Leben! Und wir haben, vielleicht, nur dieses eine…..
The Bridge across forever Richard Bach (amazon)