Juni 2008

Juni 2008

Es hat heute nicht viel mit Massagen zu tun, was ich schreiben möchte.
Vielmehr mit der Vipassana-Meditation.

Wir hatten uns entschlossen, einen Ein-Tages-Kurs „zu sitzen“.
Die Möglichkeit war gestern, in Köln. Ich hatte in Klaus´Tagebuch ja meine Eindrücke und Gedanken über mein letztes 10-Tage-Seminar geschrieben, und so lange liegt dieses noch nicht zurück. Ich merkte aber in den letzten Wochen, dass ich wieder schwer am routieren bin, alles sofort und am besten auch gleichzeitig erledigt haben möchte. Und das Bild vom Tiger im Käfig vor Augen habe. – Es steht aber auch so viel an: die Räume in der Blombachstraße müssen dringend gestrichen werden, und das ist nicht an einem Wochenende getan. Dabei merken wir, dass es uns auch nicht mehr so leicht fällt, d.h., dass wir am Tag danach wirklich kaputt sind. Das passt mir auch nicht! Der ganze Ämter- und Papierkram muss erledigt werden. Und es ist vielleicht auch nicht so ratsam, am Anfang des Jahres schon zu sagen „dies wird unser Renovierungsjahr“. Das setzt (mich) unter Druck. Erst recht, wenn die Handwerker dann „irgendwie“ ihre Termine nicht wahrnehmenn und ich das Gefühl habe, alles bleibt hängen…

Also, wir waren auf dem Weg nach Köln, und Klaus fragte mich, ob ich mich denn freue. Naja, so richtig ja nicht. Einen Tag „nur rumsitzen“, wo es doch so viel zu erledigen gäbe. Klaus meinte, er freue sich sehr. Ach ja? „Ja, es ist ein Tag, an dem Du mir nicht sieben to-do-Listen auf einmal geben kannst…“ grins. Ein Tag, an dem ich selbst ausgebremst bin.
Okay, so kann man es natürlich auch sehen. Und tatsächlich merke ich nach oder während der ersten Meditationsstunde, dass es (sogar) mir gut tut. Sicher tun nach der dritten Stunde wieder die Knie weh und die Hüfte, aber es ist gut und richtig, wieder zu sich selber zu kommen. Wieder einmal zu erkennen, was wichtig ist. Bzw. zu sehen, dass das meiste, womit wir uns (ich mich) verrückt mache/n, „eigentlich“ doch recht nebensächlich ist. – Es war ein guter Tag, ähnlich wie ein 10-Tages-Seminar, aber sehr komprimiert. 12 Frauen und 4 Männer, während der Pausen in getrennten Zimmern, alle schweigend. Sehr erholsam.
Sehr schön, für mich, waren auch: diese Geräusche von draußen, an einem frühen Samstag Morgen. Von weit her einige Opernarien, obwohl das nicht unbedingt meine favorisierte Musikrichtung ist. Kindergeschnatter. Grüne Dachgärten mitten in der Innenstadt. Ruhe. Entschleunigung. Runterkommen.
Es wäre wünschenswert, dies öfters mal zu machen. So einmal im Vierteljahr? Die Überlegung, ob wir etwas ähnliches anbieten sollen? Ich kann mir vorstellen, daß wir das angehen werden. Schon allein, weil wir wissen, daß es uns gut tut!

 

Oktober 2008

Es ist unglaublich, aber in 2 Monaten ist so gut wie Weihnachten. Und das Jahr, eben erst begonnen, ist zu Ende.
„Natürlich“ fehlen die im Beitrag vom Februar genannten „Kleinigkeiten“ in der Staasstraße immer noch – Schande! ---
Wir arbeiten viel, und wir arbeiten gern, aber irgendwie werden wir doch nicht fertig. Sei es, dass ich unbedingt dran denken will, ein fehlendes Teil zu kaufen; und wenn ich keinen Zettel mache, hab ichs vergessen, kommt etwas anderes dazwischen, fehlt schon wieder das übernächste Teil.
„Man“ hat ja auch nicht nur die Arbeiten mit den Räumen. Zuhause fällt, -wer weiß es nicht? -, auch ständig etwas an.

In der Staasstraße gab es im Sommer eine Überschwemmung im unteren Flur, und bis der dann endlich renoviert war, gingen gut 3 Monate ins Land. Ich dachte immer, wenn Handwerker am Werk sind, dann ist das mit den Terminen und der Geschwindigkeit kein Problem. Nur wenn wir selber werkeln, dann dauert es.
Das habe ich nun gelernt: auch Handwerker brauchen ewig. Erst bis man sie an der Strippe hat, dann bis sie kommen, und dann ist es auch noch nicht gesagt, dass in einem Zug durchgearbeitet wird. Seufz…
Wobei ich nun wirklich nicht alle Handwerker „über einen Kamm scheren“ möchte.

Vergangenes Wochenende gabs einen Lomi-Workshop, der wirklich sehr schön war. Eine Frau, die ihre Kenntnisse vertiefen wollte, hatte ihr „Opfer“ gleich mitgebracht. Wir hatten knappe 12 Stunden zusammen und einen sehr ausgefüllten Tag.
Wir arbeiten weiter daran, alle (interessierten) Frauen im Team auch in der Lomi auszubilden. Ich denke aber, dass wir die nächste Etappe erst wieder im Januar angehen werden, weil ab jetzt auch noch „nebenher“ viel Arbeit ansteht.

 

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